Osteopathie

Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine manuelle Therapie auf neurophysiologischer Basis zur Verbesserung der Funktion und Beweglichkeit von Gelenken, Muskeln, Bindegewebe (Faszien) und inneren Organen.


Sie basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sich ständig weiterentwickeln. Als ganzheitliche Therapie betrachtet sie nicht nur einzelne Teile, sondern vor allem die funktionellen Zusammenhänge zwischen Bewegungsapparat, inneren Organen, sowie Gefäß- und Nervensystem - Sie betrachtet den Organismus also immer in seiner Gesamtheit.


Im Gegensatz zu einer nur symptomatisch behandelnden Medizin, ist es das Ziel der osteopathischen Therapie, den eigentlichen Usprung eines Leidens zu ergründen und zu behandeln.


Häufig findet sich die Ursache der Beschwerden an einer ganz anderen Stelle im Körper als der Bereich, der Beschwerden, z.B. Schmerzen verursacht... Dies hängt damit zusammen, dass der Schmerz nicht selten das letzte Glied in einer Kette von Veränderungen ist, wobei der Ort des ursprünglichen Auslösers als beschwerdefrei empfunden werden kann.


Wie wirkt die Osteopathie?

Osteopathie ist Handarbeit, der Therapeut setzt also - ähnlich der Chirotherapie - verschiedene Behandlungsgriffe ein zur Beseitigung von Energie- , Muskel – und Gewebeblockaden und zur Stimulierung des Nervensystems. Man unterscheidet verschiedene Anwendungsbereiche der Osteopathie:


Die Strukturelle Osteopathie löst durch sanfte Techniken Störungen des Bewegungsapparates, wie z. B. Gelenkblockierungen und lockert Verspannungen. Dazu gehört auch die Behandlung des faszialen Systems.


Die Viszerale Osteopathie bezeichnet die Behandlung von inneren Organen und Blutgefäßen. Dieser Bereich der Osteopathie hat durch die Wechselbeziehungen von Organen und Bewegungsapparat eine große Bedeutung.


Die Cranio-Sacrale Therapie (von lat. cranium = Schädel und sacrum = Kreuzbein) arbeitet mit dem Schädel, dem Nervensystem und den darin enthaltenen Flüssigkeiten (Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit). Zwischen diesem cranio-sacralen System und dem Rest des Körpers besteht eine enge wechselseitige Beziehung.


Bei der Cranio-Sacralen Therapie werden Störungen ertastet und durch meist sehr sanften Druck auf den Schädel oder bestimmte Körperregionen normalisiert.


Ablauf einer osteopathischen Behandlung

Wir führen zu Beginn der Therapie ein ausführliches Anamnesegespräch, um die Entstehungsgeschichte Ihrer Beschwerden zu klären.


Anschließend erfolgt eine eingehende körperliche Untersuchung, um die zu behandelnden Regionen zu lokalisieren.


Der Osteopath kann bei der Untersuchung das menschliche Gewebe Schicht für Schicht ertasten und so Bewegungseinschränkungen und Spannungen aufspüren, die mit speziell für die Osteopathie entwickelten Techniken behandelt werden.


Oft kann schon während oder kurz nach der Behandlung, die in etwa eine Stunde dauert, eine deutliche Besserung der Beschwerden erreicht werden. Der Körper kann noch zwei bis drei Wochen auf eine osteopathische Behandlung reagieren.


Es können jedoch auch mehrere Termine notwendig sein.

Jede Therapiesitzung, sowie Häufigkeit und Intervalle wird individuell auf den/die Patient/in abgestimmt.


Was kann behandelt werden?

Die Osteopathie kann in allen medizinischen Bereichen Anwendung finden, bei denen Funktionseinschränkungen die Ursache für die Beschwerden sind.


Dabei kann die Osteopathie als erste Maßnahme aber auch begleitend zu anderen medizinischen Behandlungen eingesetzt werden. Letzteres vor allem dann wenn es sich um schwere Pathologien, also ernste Erkrankungen, handelt.


In jedem Fall ist eine interdisziplinäre Behandlung des Patienten erstrebenswert, um die Gesundung des Patienten zu optimieren.



Hinweis:

Da die Osteopathie in Deutschland kein geschützter Begriff ist, darf jeder/jede HeilpraktikerIn die Behandlungsform "Osteopathie" für sich benutzen, egal wieviele Stunden die Ausbildung umfasst hat.

Eine kompetente osteopathische Behandlung ist dann zu erwarten, wenn mindestens 1350 Stunden (das sind meist 5 Jahre) osteopathisches Studium an einem entsprechenden Ausbildungsinstitut absolviert wurden.